Skaleneffekte bei der Anlagenauswahl

Skaleneffekte bei der Anlagenauswahl

Skaleneffekte beschreiben per Definition die „(…) Abhängigkeit zwischen produzierter Menge (Output) und der Menge eingesetzter Produktionsfaktoren (Input)“*. Das Geschäftsmodell vieler Unternehmen baut darauf auf. Am stärksten ist dieser Effekt aber meiner Meinung nach bei IT-Firmen.

Warum?
In fertigenden oder verarbeitenden Betrieben müssen auch bei großem Output immer noch Material/Bauteile von Zulieferern gekauft werden und über die Welt geschifft werden. Der Aufwand ist geringer als bei niedrigen Losgrößen ja, aber durchaus noch vorhanden. 

Bei IT-Anwendungen ist das in der Regel nicht so. Hier sind zusätzliche Server und das dazu nötige Personal im Vergleich als verschwindend gering anzusehen. 
Diese Skaleneffekte sind wie beschrieben Kern vieler aggressiv wachsender IT-Unternehmen. Als eines der Unternehmen mit dem stärksten Skaleneffekt sehe ich BlackRock Inc. an.
BlackRock ist ein „Finance Tech“ Unternehmen und verdient sein Geld damit, das Vermögen institutioneller und privater Anleger zu verwalten. BlackRock ist mit seinen Anlageprodukten vor allem auf passive gemanagte Fonds spezialisiert, sogenannte „ETFS – Exchange Trade Funds“**.

Warum ist nun bei BlackRock der Skaleneffekt besonders vorhanden?
Das Gehalt für die Fondmanager, das Aufsetzen von ETFs, sowie das Handeln auf dem Primärmarkt, unabhängig von der Fondgröße, verursachen gewisse Kosten. Steigt nun die Höhe des verwalteten Geldes, steigt der Gewinn. Und das fast im Verhältnis 1:1, da der Kostenblock kaum höher wird, weil Fondsmanager und Verwaltung vorher auch schon da waren. Gleichzeitig werden durch die höheren Handelsvolumen am Primärmarkt auch noch Kosten in der Anschaffung von Aktien und Anleihen gespart. Das heißt es tritt ein doppelt starker Skaleneffekt auf und sorgt dafür, dass exponentielles Gewinnwachstum möglich ist***.

Neben BlackRock gibt es viele andere Firmen die sehr starke Geschäftsmodelle entwickelt haben. 
Denke bei Deiner nächsten Auswahl der Anlage daher an die Skaleneffekte. 
Im nächsten Blog werde ich etwas über den „Burggraben“ Effekt schreiben, der sich häufig, aber nichts zwangsläufig, aus dem Skaleneffekt ableitet.

Schreibe einen Kommentar